Die einen kommen wegen der Arbeit spät heim und die anderen können nicht schlafen. Was
wäre ein interessanter Zeitvertreib, um die Zeit in der Wohnung herumzukriegen? Tierliebe
Menschen können sich mit dem Hamster als Hobby anfreunden. Dieser ist nachtaktiv und soll
während der Tagesstunden nicht in seiner Ruhe gestört werden. Der Hamsterstall passt
selbst in kleine Wohnungen und Hamster sind nicht teuer im Unterhalt. Außerdem können wir
von Hamstern viel lernen – das Hamstern bringt uns sicher durch schwere Zeiten.

Hamster – neugierige und zähmbare Kleinnager
Nagetiere bringen ein besonders aufgewecktes und neugieriges Wesen mit. Sie sind dazu imstande, zu uns Menschen enge Bindungen aufzubauen. Auch Hamster können zutraulich werden, wenn sie in der Anfangszeit besonders vorsichtig und gewissenhaft umsorgt werden. Sie sind durchaus zu klein, um mit ihnen richtig zu spielen. Es zahlt sich jedoch aus, sie zu beobachten, ihnen Futterinsekten zu geben und für Spielzeug zu sorgen.

Solches Futterspielzeugt, wir das auf dem Bild zu sehende Knabberkarussell „Quadrat“ von hamsterwelten.de sorgt dafür, dass der Hamster sich sein Futter erarbeiten muss. Das beschäftigt den Hamster und beugt Langeweile vor.
Von Natur aus streifen Hamster jede Nacht durch die Gegend und suchen nach Futter. Sie meiden oder bekämpfen dabei fremde Hamster. Alle anderen Artgenossen sind immerhin Futterkonkurrenten. Mäuse, die auch Körner fressen, werden hingegen geduldet. In freier Natur leben einige Zwerghamster sogar mit Mäusen gemeinsam in deren Bauten. Zu diesen „geselligen“ Hamstern zählen die Campbells, die in Menschenhand zur Sicherheit dennoch alleine gehalten werden sollen.
Besonderes Interesse weckt wie bei allen Nagetieren das Futter, welches zum Türöffner für den neuen Kontakt werden kann.

Hamster suchen während der Nacht nach Futter und sollten deswegen größere Körner in die Einstreu und an versteckten Plätzen erhalten. Futterinsekten sind noch wertvoller und werden häufig nach einiger Zeit aus der Hand angenommen. Etwas Frischfutter wie Salat, Kräuter oder Grashalme zählt auch zur ausgewogenen Ernährung.
Die persönliche Futterübergabe sollte zur Alltagsroutine werden, damit der Hamster sich gut einlebt und einen als positiven Mitbewohner anerkennt. Nur so machen Hamster als Hobby richtig Spaß.
Haustiere für Nachtmenschen – Welche Hamsterarten gibt es?
Goldhamster und dessen Zuchtformen wie Teddyhamster: Der uns mit Abstand bekannteste Hamster ist der Goldhamster. Dieser stammt von den Hochebenen Aleppos und zählt zu den Mittelhamstern. Er erreicht ein Gewicht von rund 150 Gramm. Goldhamster sind durchaus flink und aufgeweckt.
Im Vergleich zu Zwerghamstern sind sie dennoch ruhiger und ausgeglichener. Sie gelten als guter Einstieg in die Hamsterhaltung. Dafür soll ihr Käfig jedoch eine Grundfläche von 120 zu 60 cm einnehmen, für Zwerghamster genügen hingegen 100 zu 50 cm.
Campbell: Diese Zwerghamster erreichen ein Gewicht von rund 40 bis 55 Gramm und stammen aus Zentralasien. Sie leben in freier Natur in kleinen Familienverbänden oder teilen sich die Bauten mit den dort lebenden Rennmäusen.

Sie sind scheu, eigensinnig und sehr flink. Das erfordert größere Sorgfalt und ist für Anfänger der Tierhaltung eher ungeeignet.
Dsungaren: Der Dsungarische Zwerghamster wiegt meistens zwischen 30 und 60 Gramm und wie bei allen Hamstern sind die Weibchen leichter, als die Männchen. Auch diese Hamsterart stammt aus den Steppen und Halbwüsten Zentralasiens.

Es wurde einst sogar angenommen, dass Campbells nur eine Unterform der Dsungaren und keine eigene Rasse sind. Neuere Erkenntnisse grenzen beide Hamster jedoch als eigenständige Arten voneinander ab. Die Dsungaren sind ebenfalls klein und flink. Sie sind dennoch zutraulich und sind daher auch für Anfänger der Hamsterhaltung interessant.
Hybriden: Fällt im Zusammenhang mit Hamstern der Begriff Hybride, dann ist eine Kreuzung aus Campbell und Dsungaren gemeint. Kritiker erklären, dass es beide Arten kaum noch in Reinform gibt und auch Campbells und Dsungaren fast immer Hybride sind. Weil die Ausgangstiere vielleicht nicht reinrassig waren und die Hybride weiter untereinander gekreuzt werden, stellt sich die Frage, mit welchen Anteilen beide Rassen einfließen. Hybrid-Hamster sind zutraulicher, als die Campbells, sie sind dennoch klein und flink. Sie sind deswegen eingeschränkt für Anfänger der Hamsterhaltung geeignet.
Roborowski: Auch die Roborowski-Zwerghamster stammen aus Wüsten und Halbwüsten Zentralasiens. Nicht nur in Menschenhand sind sie die Leichtgewichte mit gerade einmal zwischen 20 und 30 Gramm. Weltweit gibt es keine kleineren oder leichteren Hamster. Zumindest sind Roborowski-Zwerghamster scheu, werden nicht gerne angefasst und lassen sich nicht einmal gut beobachten. Es handelt sich mit all diesen Eigenschaften um keine Empfehlung für Anfänger der Tierhaltung.
Chinesischer Streifenhamster: Aus dem Namen geht bereits die Herkunftsregion hervor – die Streifenhamster leben zwar nicht nur, aber auch in den Steppen Chinas. Sie wiegen zwischen 28 und 45 Gramm, haben einen Aalstrich auf der Oberseite und sind wie alle Zwerghamster richtig flink. Sie gelten jedoch als freundlich, neugierig und werden schnell zutraulich. Sie wären für Anfänger deswegen bedingt geeignet, sind aber schwerer zu beschaffen, als Dsungaren oder Hybride.
Hamster als Getreideschädling
Aus diesen Zeilen geht bereits hervor, dass Hamster karge Steppenlandschaften bewohnen. Als die Menschen kamen und Getreide anbauten, war das für alle in der Region lebenden Hamster eine reich bestellte Landschaft. Hamster gingen dazu über, ihre Bauten direkt in die Getreidefelder zu graben und haben sich vor der Winterruhe mit Nahrung eingedeckt. Deswegen sind Hamster unter den betroffenen Landwirten gehasst und werden massiv verfolgt. Einige Hamsterarten wie der heimische Feldhamster sind bereits vom Aussterben bedroht und stehen unter Schutz.
Ursprünglich gab es unsere Landwirtschaft noch nicht und die trockenen Steppen gaben nicht viel her. Das hat in der Evolution vermutlich dazu geführt, dass Hamster einander als Konkurrenten ansehen und deswegen bekämpfen. Nur wenige Hamster wie die Campbells leben in kleinen Familienverbänden. Aber auch diese sind gegen fremde Hamster abgesehen von der Paarungszeit immer aggressiv.
Aus Schädlingen wurden Haustiere
Im Jahr 1930 fing Israel Aharoni auf den Hochebenen Aleppos einen weiblichen Goldhamster mit elf Jungtieren. Aus diesen gingen für lange Zeit alle in Menschenhand lebenden Goldhamster hervor. Zuerst waren es Versuchstiere, dann gelangten aber erste Goldhamster in private Hände. Und wie es bei Nagetieren ist, so bleibt Nachwuchs nicht aus und weitere Tierhalter entdeckten Hamster als neues Hobby.
Die einstigen Haltungsbedingungen wichen von den heutigen Standards noch deutlich ab. Hamsterställe waren zu klein, dennoch hielten die Goldhamster gut durch. Erst mit der Zeit machten sich immer mehr Menschen Gedanken um die artgerechte Haltung.
Während der Jahrzehnte wurden weitere Hamsterarten eingefangen und domestiziert. Inzwischen gewöhnten sich diese Kleinnager an uns Menschen und sind tendenziell schwerer und pummeliger, als ihre wilden Artgenossen. Außerdem gibt es Zuchtrichtungen wie den Teddyhamster (längeres Fell) oder andere Farbmuster. All diese Mutationen wären in freier Natur schnell untergegangen. In Menschenhand werden sie jedoch gezielt weitergezüchtet.
Wie sieht die artgerechte Hamsterhaltung aus?
Die Käfiggrößen wurden bereits genannt. Im Idealfall gibt es für die guten Kletterer wenigstens eine zweite Ebene. Die untere Ebene ist nämlich die Tiefstreuwanne. Hamster zählen zu den Wühlern und zur artgerechten Haltung gehört es, dass sie ein Tunnelsystem anlegen. Deswegen wird staubarme Sägespäne mit etwas Heu gemischt und in die Tiefstreuwanne gestampft.
Für Zwerghamster genügen knapp 20 cm, für Goldhamster sind 25 cm besser. Auf diese Einstreu kommt ein nach unten offenes Mehrkammerhaus. Aus diesem beginnen die Hamster das Buddeln.

Weil schwere Gegenstände auf der Einstreu einsacken, wenn die Tunnel gegraben werden, sollen diese auf festem Grund stehen. Genau deswegen ist es gut, wenn es wenigstens eine zweite Ebene gibt. Eine kleine Rampe kann hochführen. Es könnte auch ein dickes Hanfseil durch ein Loch herunterhängen. Im Idealfall gibt es immer eine Rampe und weitere Zugänge.
Das Hamsterrad kann dem Hamster schaden, wenn er zu intensiv darin läuft. In einem besonders großen und abwechslungsreichen Hamsterstall kann es wegbleiben. Aber genau in solch einem Hamsterstall wird der Hamster nicht so intensiv darin laufen. Deswegen ist es immer anzuraten, dass es im Hamsterstall viel Abwechslung gibt. Zweige von Haselnusssträuchern, Kartonrollen, dicke Hanfseile, Verstecke, Futterverstecke oder ähnliche unbedenkliche Spielsachen sind gern gesehen. Wer es hygienisch mag, sollte seinem Hamster Ecktoiletten anbieten und etwas Sand hineingeben.

Für die artgerechte Hamsterhaltung ist das Sandbad unerlässlich. Der weiche Chinchillasand reinigt das Fell und fördert das Wohlbefinden der Hamster. Der Chinesische Streifenhamster benötigt ein besonders großes Sandbad.
Diabetes bei Hamstern
Alle Hamster sind auf das Futterangebot ihrer Heimatregionen spezialisiert. Deswegen sollte nicht ein allgemeines Hamsterfutter, sondern ein für die Art passendes Futter verwendet werden. Die Unterschiede sind nicht groß, aber dennoch vorhanden.
Einige Hamsterarten in Menschenhand neigen zur Diabetes. Das heißt nicht, dass dies auch für die Wildhamster zutrifft. Es ist durchaus möglich, dass es sich um Defizite aus unserer Zuchtarbeit handelt. Zumindest bei diesen Hamsterarten ist besondere Vorsicht geboten:
Campbells: Genetisch vorprogrammiert ist Diabetes 2 – von Anfang an ist auf die zuckerarme Fütterung zu achten.
Dsungaren: Bei einer zuckerhaltigen Ernährung schlägt häufig Diabetes 2 durch.
Hybride: Alle Hybride neigen zu Diabetes 2 – es ist von Anfang an eine Zuckerdiät einzuhalten.
Chinesischer Streifenhamster: Dieser neigt zu einer Mischung aus Diabetes Typ 1 und 2 – er kann zwar Insulin ausschütten, aber häufig nur in begrenzten Mengen. Wer dann in der Fütterung zu viel Zucker anbietet, hat das Übel bereits vorprogrammiert.
Auch alle anderen Hamster sind anfällig für Diabetes, es ist jedoch nicht direkt genetisch mit auf den Weg gegeben.
In einem hochwertigen Hamsterfutter ist der Zuckeranteil (es gibt viele versteckte Zuckerarten wie Fruktose) gering. Die Gefahr lauert dann im Frischfutter, welches für die ausgewogene Ernährung in kleinen Mengen notwendig ist. Kernobst ist generell zu vermeiden. Aber auch anderes Obst und Beeren sind allerhöchstens in Kleinstmengen zu verfüttern. Wer sich unsicher ist, verzichtet lieber und belässt es bei Gemüse und Kräutern.
Haustiere für Nachtmenschen – Woher den Hamster kaufen?
Hamster aus der Zoohandlung werden gezielt für die Vermarktung vermehrt. Es wird hier weniger auf die artgerechte Haltung geachtet. Besser ist es, den Hamster direkt von einem gewissenhaften Züchter zu erstehen. Noch besser wäre der Hamster aus dem Tierheim. Weil die Kleinnager selten älter als 2,5 Jahre werden, gibt es nur wenige in Tierheimen.
Im Idealfall stellt der Züchter einem seine Anlage kurz vor. Mit einem guten Eindruck fehlt nur noch die Kontrolle des Hamsters. Sieht dieser gesund aus? Sind die Augen klar, ist das Fell glatt und wirkt das Tier vital? Nur dann sollte der Hamster mit einziehen. Ansonsten werden mangelhafte Zuchtbedingungen durch die Abnahme unterstützt.
Die Anfangszeit entscheidet
Wer sich einen Hamster als neues Hobby zulegt, sollte eine Lebensphase abpassen, in der in den Abendstunden genug Zeit verfügbar ist. Perfekt ist die Zeit ab dem Herbst – bei kurzen Tagen werden die Hamster früher aktiv. Nun gilt es, den Hamster an sich zu gewöhnen. Zur einen Seite sollte viel Zeit in der Nähe des Hamsterkäfigs verbracht werden. Dennoch muss dieser an einer ruhigen und zugfreien Stelle stehen. Zur anderen Seite ist es wichtig, sich direkt mit dem Tier zu befassen.
Wer seinen Hamster gezielt beobachtet und immer wieder ein paar Futterinsekten anbietet, kann das Eis schnell durchbrechen. Während einige Hamster sich gerne greifen lassen, reagieren andere allergisch. Darauf ist Rücksicht zu nehmen.
Gerade dann, wenn der Hamsterkäfig nur die Mindestmaße erfüllt und keine weiteren Ebenen hat, ist es wichtig, dass der Hamster regelmäßig in einen Laufstall kommt. Hier soll er Verstecke, Spielsachen und etwas Futter vorfinden. Es liegt immerhin in der Natur aller Hamster, sich zu bewegen und nach Futter zu suchen.
Wer im Anfang Futter, Zeit und Mühe investiert, hat eine viel größere Aussicht auf einen vertrauten Hamster. Diese werden einen als fütternde Hand viel lieber akzeptieren und sind einfacher und angenehmer im Umgang.
Für die einen ist es nur ein blöder Hamster, für die anderen ein spannendes Erlebnis, das kleine Nagetier genau zu beobachten und mit diesem zu interagieren. Hamster sind gerade für Nachtmenschen mit kleiner Wohnung ideal. Der Käfig passt noch irgendwie hinein und die Tiere sind dann aktiv, wenn einem gerade so richtig langweilig wird.
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Unser Fazit: Warum Hamster ideale Haustiere für Nachtmenschen sind
Hamster sind nachtaktiv, neugierig und passen mit ihrem Lebensrhythmus erstaunlich gut zu Menschen, die abends oder nachts aktiv sind – kurz gesagt: sie gehören zu den wirklich passenden Haustieren für Nachtmenschen. Für alle, die Tiere lieben und Freude daran haben, Verhalten und Eigenheiten zu beobachten, bieten Hamster ein spannendes und faszinierendes Hobby.
Gerade in kleinen Wohnungen lässt sich mit einem gut eingerichteten Hamsterstall ein artgerechtes Zuhause schaffen – selbst dann, wenn tagsüber Ruhe herrschen muss. Die nächtliche Aktivität des Hamsters, sein Buddeln, Futtersuchen und Erkunden kann den Alltag bereichern und für viele liebevolle Momente sorgen.
Wichtig ist, den Hamster von Anfang an gut zu versorgen: mit der richtigen Einstreu, abwechslungsreichem Futter und Beschäftigungsmöglichkeiten wie Futterspielzeug. Dabei kann https://hamsterwelten.de/ eine wertvolle Inspirationsquelle sein – etwa beim Finden von artgerechtem Zubehör oder Ideen zur abwechslungsreichen Gestaltung des Lebensraums.
Hamster sind keine klassischen Kuscheltiere, aber sie sind soziale, lebhafte Begleiter, die gerade Haustieren für Nachtmenschen viel Freude bereiten können. Wer Zeit, Geduld und Aufmerksamkeit investiert, bekommt ein faszinierendes Tier an seine Seite – das perfekt zu seinem nächtlichen Lebensstil passt.
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